Landesschulmusiktag 2017

Donnerstag, 16. Februar 2017  von 9.00 - 15.00 Uhr in der Landesmusikakademie 

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

Improvisation gilt als schwierig. Diese freiere Form des Umgangs mit Musik stellt oftmals eine Herausforderung für das Unterrichten von Gruppen und Klassen dar. Wir haben sechs Experten eingeladen, ihre speziellen Strategien und ihr Material in unterschiedlichen Workshops darzustellen, um den Kolleginnen und Kollegen Ideen und Methoden für einen kreativen und spannenden Unterricht zu geben. 

  • Markus DETTERBECK: Improvisation im Chor

Im Workshop sollen die Teilnehmer Musik, Rhythmus und Stimme in Verbindung bringen und auf sich selber beziehen. Die Inhalte werden auf die Anwesenden abgestimmt.

  • Matthias SCHWABE: Lauschen – Experimentieren – Kommunizieren,  Wege zur Freien Improvisation

Improvisieren ist in fast allen musikalischen Stilen möglich. In diesem Workshop geht es um die freie Improvisation, die keine Skalen, Harmonie- oder Rhythmus-Schemata braucht. Der Klang an sich ist das musikalische Material.

  • Cathleen WIESE: Einfach loslegen! – Tanz- und Bewegungsspiele für die Grundschule

Dieser Workshop gibt Einblick in spielerische, kreative Bewegungsideen jenseits fester Tanzformen. In vielen kleinen Beispielen werden Körperbewusstsein, Bewegungsausdruck, Pulsempfinden und Koordination geschult, wobei der Spaß und die Freiheit des Individuums stets im Mittelpunkt stehen.

  • Steffen REINHOLD: Musik-Bild-Improvisation,  eine fächerverbindende Gestaltungsaufgabe im Musikunterricht

Die Kursteilnehmer setzen sich zunächst bildkünstlerisch mit Musik auseinander und gestalten anschließend in Kleingruppen eine Improvisation, die durch die Ausgangsmusik angeregt wird und die das dort zugrunde liegende Kompositionsprinzip aufgreift.

  • Annemarie HOFF: Vokalimprovisation – Wege zur Mehrstimmigkeit

In diesem Workshop geht es darum, eigene vokale Gestaltungsmöglichkeiten im Ensembleklang improvisierend zu entwickeln. Wir werden gemeinsam mit und ohne tonale Bindung musizieren und dabei erfahren, dass das ästhetische Gesamtergebnis mehr ist als die Summe von Einzelstimmen...

  • Paul GALONSKA: Vom Samba-Beat zur Improvisation, lebendige Rhythmuserfahrung am Beispiel brasilianischer Trommeln

Lateinamerikanische Rhythmen durchdringen weite Felder der Alltagsmusik unserer Schüler und üben oftmals einen besonderen Reiz aus. In diesem Workshop wird über brasilianischen Samba ein lebendiger Zugang zur Rhythmuserfahrung vorgestellt, die von der ersten Begegnung mit Beat und Pulsation über Groove-Spiele bis zur Improvisation reichen soll. 

 

Tagungsverlauf

8.30 Uhr Einlass und Anmeldung

9.00 Uhr Eröffnung

  • Plenum und Auftakt „Bateria Brincadeira“ Ltg. Paul Galonska
  • Begrüßung Carl Parma (Landesvorsitzender BMU Berlin)
  • Impulsreferat „Erkunden – Gestalten – Verstehen: Improvisation als Basiskompetenz im Musikunterricht“ (Matthias Schwabe)
  • Diskussion

10.15 Uhr Kaffeepause

10.30 Uhr WORKSHOP-BLOCK I

12.00 Uhr Mittagspause

12.45 Uhr WORKSHOP-BLOCK II

14.30 Uhr Abschlussforum

 

Teilnahmegebühr

10 € für Mitglieder des BMU, Referendare und Quereinsteiger

20 € für Nicht-Mitglieder des BMU *

 

* Dieses Jahr haben wir ein besonderes Angebot für Sie:

Wenn Sie uns am Tag Ihrer Teilnahme im Tagungsbüro einen ausgefüllten und unterschriebenen Antrag auf Mitgliedschaft für das Jahr 2017 im Bundesverband Musikunterricht (BMU) mitbringen, besuchen Sie den Landesschulmusiktag 2017 kostenlos.

Formulare finden Sie auf der Homepage vom Bundesverband unter:

http://www.bmu-musik.de/fileadmin/Medien/BMU_Aufnahmeantrag.pdf  oder in unserem Fortbildungsheft (Magazin).

 

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Rückblick auf den Landesschulmusiktag 2016

Landesschulmusiktag am 18. Februar 2016

Musizieren mit einer Klasse, in der keiner ein Instrument spielt? Oder manche gut, andere nicht? Oder es gibt ein leistungsfähiges Ensemble, das hungrig auf ein dem Leistungsstand angepasstes Programm ist? Und das vielleicht sogar alles an einer Schule? Die Herausforderungen für die Musiklehrinnen und -lehrer sind so vielfältig, dass man im Unterricht auf die unterschiedlichsten Situationen vorbereitet sein muss. Dies war der praxisorientierte Ansatz für den diesjährigen Landesschulmusiktag im FEZ. Es sollte ein breites Spektrum gezeigt werden, das sowohl sofort im Unterricht umgesetzt konnte wie auch für die zukünftige Planung Orientierung bieten sollte.

Erfahrene Spezialisten zeigten in fünf Workshops Techniken und Material, mit denen gemeinsames Musizieren in einer großen Gruppe mit unterschiedlichsten Voraussetzungen gelingen kann. Dabei wurden sämtliche Schularten einbezogen und die unterschiedlichen Bedingungen wie die Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler und der räumlichen Situation und auch differenzierende Unterrichtsformen berücksichtigt.

In den Workshops wurden folgende Themen behandelt:

  • traditionelles Musizieren nach Noten in traditioneller Orchestersituation ( -> Bläser- / Instrumentalklasse)
  • inklusives Musizieren mit speziell dafür geeigneten Instrumenten
  • perkussives Musizieren mit sich im Schwierigkeitsgrad steigernden ryhythmischen Elementen
  • experimentelles Musizieren von Partituren Neuer Musik
  • improvisierendes Musizieren mit Alltagsgegenständen

Eingeleitet wurde der Fortbildungstag durch die Bateria Brincadeira, die Percussionsband des Johann-Friedrich-Herder-Gymnasiums (Ltg. Paul Galonska) und einen Vortrag von Professor Dr. Daniel Mark Eberhard.

D.M. Eberhard stellte das Klassenmusizieren in den Gesamtrahmen der Entwicklung des Musikunterrichts an allgemeinbildenden Schulen. Nachdem der Musiklehrer zunächst nur „Singelehrer“ war und als Instrument im Musikunterricht höchstens die Violine, später auch das Klavier, als Begleitinstrument erklang, vollzog sich in den Jahren ab 1920 eine allmähliche (durch mehrere historisch und ideologisch bedingte „Kurswechsel“ unterbrochene) Hinwendung zum Instrumentalspiel im Unterricht. Die Akzeptanz des gemeinsamen Musizierens ist heute mehr oder weniger unangefochten, ist aber durchaus auch kritisch zu sehen, besonders auch, weil die Durchführung hohe pädagogische Anforderungen an die Unterrichten stellt.

Vor diesem Hintergrund ergab sich auch am Ende der Tagung eine interessante Diskussion der Teilnehmer, bei der natürlich auch organisatorische, materielle und disziplinarische Probleme zur Sprache kamen.

Die Bilder unten geben die konzentrierte Atmosphäre des Tages wieder.

Landesschulmusiktag 2016

„Musikpraxis - zwischen Klassenmusizieren und Ensemblearbeit“ heißt das Thema des diesjährigen Landesschulmusiktages.

Es werden Workshops für Lerngruppen der Grundschule, Sek I und Sek II in ISS und Gymnasien angeboten, die inhaltlich von voraussetzungslosem Musizieren bis zur Orchester- und Ensemblearbeit in der Sek II reichen und damit die Bedürfnisse der Kolleginnen und Kollegen in unterschiedlichen schulischen Voraussetzungen umfassen. Die Themen sind:

  • elementares Musizieren in inklusiven und heterogenen Lerngruppen
  • Bodypercussion und andere grundlegende musikalische Aktivitäten
  • Bandarbeit mit Pop-, Rock- und Jazzensemble
  • Arbeit mit Streicherklassen, Bläserklassen sowie gemischten Instrumentalklassen
  • Gruppenimprovisation
  • Arbeit mit neuer und experimenteller Musik

» Flyer Einladung zum Landesschulmusiktag

Anmeldung jetzt bereits möglich im Kursbereich der Homepage des BMU Berlin: » Link zum Kurs

 

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Rückblick

Die Kunst des Hörens – Nachbetrachtung zum Landesschulmusiktag 2015

Unter diesem anspruchsvollen, den Claim des RBB-Kulturradios abwandelnden Titel, sollte die Breite eines für den Musikunterrichts zentralen Themas aufgefächert werden. Nach einer musikalischen Einstimmung durch THE FROGS, die Bigband der Beethoven-Oberschule unter  der Leitung von Carl Parma, nahmen sich zunächst zwei Nicht-Pädagogen des Themas in kurzen Impulsreferaten und anschließender  Diskussion an: der Musikwissenschaftler Prof. Christian Thorau  und der ehemalige Kulturradio-Leiter Prof. Wilhelm Mateijka. Sie  zeigten die Spannbreite des Themas von der subjektiven individuellen Hörerfahrung, ihrer gesellschaftlichen Prägung, ihren  psychologischen und physiologischen Voraussetzungen und ihrer historischen Genese auf. Hier das Ohr als Alarmanlage, dort  der entrückte Kunstgenuss, hier Musik als Kunst für die Masse,  dort als elitäre Kunstreligion.

Es folgten fünf Workshops, die jeder für sich das Thema ganz  eigen beleuchteten:  €

  • Prof. DANIEL M. EBERHARD zeigte in einem Workshop wie  man Hörübungen in die Ensemblearbeit (hier am Beispiel  der Beethoven-Bigband) integrieren kann. Er verdeutlichte  auf eindrucksvolle Weise wie man das Hörverhalten bei Kindern/Jugendlichen durch Gruppenimprovisatorische Impulse  verändern kann.  €
  • Das international bekannte GEIGEN-DUO CECILIA & MARTIN GELLAND veranschaulichte mit einer Gruppe Grundschülern wie man  spielend und malend neue Wege in der Musikvermittlung von Neuer  Musik für Kinder und Jugendliche beschreitet.   €
  • Die Fachseminarleiterin ANNEMARIE HOFF stellte mit ihrem Konzept „Singen durch Hören“ den systematischen Weg zur Mehrstimmigkeit über das  Hören vor, das sie mit den angeregten Teilnehmer erprobte.  €
  • Der Fachseminarleiter JENS RENGER ging dem Phänomen des aktiven Hörens durch  die „Blues-Uhr“ nach und zeigte interessante Wege einer methodisch facettenreichen Beschäftigung mit diesem Thema auf. 

In der gut besuchten Reflexionsrunde am Ende des Tages sprachen die Teilnehmer ihre  große Anerkennung für das Angehen und die Aufbereitung des schwierigen Themas aus  und bestärkten uns darin, auch als Bundesverband Musikunterricht jeweils einmal im  Jahr ( im Februar) eine themenorientierte Fortbildung anzubieten. Diesen Impuls aufgreifend, wollen wir im kommenden Jahr die TRIAS  der Themen unserer bisherigen Landesschulmusiktage „Singen“  (2014) und „Hören“ (2015) um den Aspekt des  „Musizierens“ erweitern: „Musikpraxis zwischen Klassenmusizieren und Ensemblearbeit“  am 18. 2. 2016 in der Landesmusikakademie.

Carl Parma / Gisela Schröder-Fink  

Landesschulmusiktag 2014

Am Mittwoch, den 19.02.2014, führte der Verband deutscher Schulmusiker (VDS, jetzt BMU) seinen Landesschulmusiktag 2014 an der Landesmusikakademie durch.


Rund 100 Musikerzieher/innen aller Schulstufen und –typen widmeten sich dem Thema Vokal total – Singen in der Schule. Nach einem Einführungsvortrag von Wolfgang Harnischfeger (Schulleiter a. D. der Beethoven Oberschule), in dem zum einen die Gleichberechtigung aller Musikformen Thema war und zum anderen die Notwendigkeit vertiefter, intensiver Auseinandersetzung mit Musik für ein nachhaltiges Erleben betont wurde, konnten die Pädagogen/innen in fünf unterschiedlichen Workshops neue Erkenntnisse zum Umgang mit Musik, vor allem dem Singen in der Schule, sammeln.